Unser Rostock Max v3 eine kleine Vorstellung">

Unser Rostock Max v3 eine kleine Vorstellung

Am 15.02.2018 empfingen Rolf und Philipp das neue Flaggschiff unserer 3D Drucker-Familie – den Rostock Max v3 Delta. Der Drucker wurde durch Fördermittel der Stadt Chemnitz zu 90% finanziert. Nach einer Reise von ca. 1 Woche Dauer, wo er über den großen Teich flog, kam er endlich an.

Zzugestellt von UPS, kam er in seine Einzelteile zerlegt an. Hier konnte man Bausatz wirklich wörtlich nehmen. Rolf und Philipp packten den Drucker also aus und es kamen erstmal viele kleine Päckchen entgegen und gelaserte Platten, welche das Grundgerüst darstellen sollten. Die erste Hürde war den Extruder zusammenzubauen, da, wie am gesamten Drucker, die Anleitungen echt zum Wünschen übrig ließen. Nachdem beide sich daran zu schaffen machten und wir endlich beginnen konnten die herausgelaserten Teile aus den Platten zu lösen, musste Rolf auch schon wieder los. Es war schon 15.00 Uhr, also friemelte Philipp die nächsten 1,5h weiter an dem Drucker, bis 16.30 Uhr endlich Stefan eintraf, ebenso kam auch etwas später Marvin. Stefan machte sich gleich mit ans Werk dieses Meisterwerk der Ingenieurskunst zusammenzubauen. Marvin erledigte noch seine Aufgaben, kam dann aber auch zur Unterstützung. An dem Tag wurde noch bis 22.00 Uhr gearbeitet.

Am 16.02. kamen die Kinder dann vom SAEK zum Besuch und während deren Figuren druckten, hat sich Stefan und Philipp wieder ans Werk gemacht und den Drucker weiter zusammengeschraubt. Natürlich musste man nicht nur schrauben befestigen, sondern der Drucker hatte auch ein hohes Bedürfnis nach Lötzinn. Gegen 15.30 Uhr war dann das Werk vollbracht der Drucker stand erstmals in voller Pracht vor den Baumeistern. Aber wie es sich für einen vernünftigen Drucker gehört funktionierte erstmal Garnichts 😊. Mario kam zur Unterstützung und hat erstmal Fehlersuche betrieben. Insgesamt hat der Aufbau ca. 19h gedauert, wobei es meistens 3 Personen waren ,die sich daran zu schaffen machten.

Der Drucker lässt sich mit der Software Matter Control steuern und in ihm arbeitet ein Arduino-Verschnitt mit Allegro A4982 Schrittmotorentreibern. Der Druckraum beträgt im Durchmesser 265mm und in der Höhe 400mm. Der Delta besitzt Auto-Bedlevelling, was bei diesem Drucker klasse ist. Filament frisst er alles Mögliche. Bis auf Hochtemperaturfilament sollte alles funktionieren. Der Filamentdurchmesser beträgt 1.75mm. Die maximale Druckgeschwindigkeit beträgt 120 mm/s und die maximale Verfahrgeschwindigkeit 200 mm/s.

Ein paar Bilder vom Aufbau

 

Ein einzelnes Element ist fertig

Projekt Schaufenstergestaltung

Der Anfang

Seitens der Fachpraxis für Ergotherapie & Logopädie Jaqueline Kroll, kam die Idee eine #Schaufensterdekoration mit winterlichen Motiven zu gestalten. Die erste Idee war, diese Motive mit der Schere auszuschneiten, dann zu laminieren und das aufzustellen. Aus dieser Idee machte ich, nach Rücksprache, ein Projekt für das FabLab Chemnitz. Das winterliche Motiv erhielt ich von der Fachpraxis für Ergotherapie & Logopädie.

Bildbearbeitung: von analog nach digital, von Rastergrafik zur Vektorgrafik

Das #Motiv war eine Skizze auf Papier, welche zunächst so aufbereitet werden musste, um dieses lasern zu können. Als erstes wurde das Bild hochauflösend eingescannt (600 DPI) und Flecken und überflüssige Granulierungen und Markierungen mit der kostenfreien Software #PhotoScape entfernt. Außerdem wurden einige Lücken geschlossen, um nach dem Lasern möglichst wenig Nacharbeitungsaufwand zu haben, denn nur geschlossene Kurvenzüge können auch aus einer Rohplatte gelöst werden. Nach der groben Aufbereitung wurde das Bild mit #InkScape revektorisiert und nochmals nacharbeitet. Dabei wurden einige Kanten geglättet und gerade gerückt, sowie das Höhenniveau links- und rechtsseitig angeglichen. Das Ergebnis ist eine PDF-Datei, die via Adobe PDF Reader direkt in den #Dashboard-Treiber des Epilog Lasers eingespeist werden kann.

Ausschnitt des Scan-Ergebnisses
Ausschnitt des Scan-Ergebnisses

Revektorisierte und bearbeitete Vektordatei
Revektorisierte und bearbeitete Vektordatei

Laserfertige PDF
Laserfertige PDF

Nun wird’s holzig

Nach der aufwendigen Umwandlung in eine #Vector-Datei wurde dieses Motiv mit unserem #Zing Laser von #Epilog weiterbearbeitet. Dafür wurde Meranti-Sperrholz in 5 mm dicker Ausführung verwendet. Hierbei mussten zunächst passende Segmente auf der #Tischkreissäge gesägt werden, denn der Laser fasst maximal 610 x 305 mm große Platten. Die Motivgröße beträgt 58 cmm in der Breite und 21 cm in der Höhe. Entsprechend wurden die Platten auf ca. 60 x 25 cm geschnitten, um noch einen Puffer zu haben, jedoch möglichst wenig Grundmaterial zu vergeuden.

Nach- und Weiterbearbeitung

Es wurden insgesamt zwölf Stück dieses Motivs benötigt. Es sollten sechs einzelne Teile, jeweils zwei Motive hintereinander (Stereo Effekt), gefertigt werden. Eine Beleuchtung war auch gefordert. Als Farbe der fertigen Deko war weiß gewünscht. Nach dem #Lasern begann die Herstellung des Fußes und parallel dazu das Vorstreichen – auf Grund der vielen Ecken und Winkel des Motivs eine zeitaufwendige Arbeit. Bedingt durch den #Laser sind die Schneidkanten sehr dunkel und die Farbe musste in mehreren Schichten aufgetragen werden, um jene Schnittkanten optisch auszubessern. Nach dem Grundanstrich erfolgte die #Lackierung.

Mit Grundanstrich
Mit Grundanstrich

Ein Zwischenüberblick
Ein Zwischenüberblick

Ohne Lack geht nix!
Ohne Lack geht nix!

Vorbereiten der LED-Streifen
Vorbereiten der LED-Streifen

Die Elektrik
Die Elektrik

Es werde Licht!

Die Beleuchtung befindet sich zwischen den beiden Motiven. Aus drei Metern #LED-Band erfolgte der Zuschnitt für jedes Element. Jedes Element kann einzeln oder auch nebeneinander aufgestellt werden. Über einen Hohlstecker auf der einen Seite und einer DC Buchse auf der anderen Seite ist eine Verbindung der einzelnen Elemente untereinander problemlos möglich. Die #Hohlbuchse wurde in einem Gehäuse, welches mit einem 3D Drucker hergestellt wurde, untergebracht. Die Motive sind als eine Einheit miteinander verschraubt und diese wiederrum ist dem Fuß verschraubt.

Das Ergebnis und Übersicht über die Kosten

Das Projekt wurde der Fachpraxis für Ergotherapie & Logopädie Jacqueline Groll am 22.12.2017 übergeben.

Die Kosten und Materialaufstellung ist wie folgt dokumentiert:

Die Kosten für das Lasern betrugen 225,00 €
Die Kosten für das weitere Zubehör:

  • 10 Stück 8mm 2Pin LED PCB 3528 Schnellverbinder Adapter Stecker 4,99 €
  • 10 Stück Hohlstecker, 2,1 x 5,5 mm, flach mit Knickschutz 3,88 €
  • 10 Stück DC-Buchse DCE6A 2,72 €
  • 3 Stück Glattkantbrett Fichte
  • 10 Stück Abdeckleiste FI/KI 21,30 €
  • 1 Stück Netzteil salcar 14,99 €
  • 3 m Osram LED Band Power Flex 9,00 €

Gesamt: 56,88 €

Damit ergibt sich ein Gesamtpreis von 281,88 €, pro Element 46,98 €. Dabei wurde keine Arbeitszeit berechnet.

Zing Epilog 24

Maschinenvorstellung: CO² – Laser “Epilog Zing 24”

Zing Epilog 24

Der CO2-Laser wurde uns von einem Vereinsmitglied als Leihgerät zur Verfügung gestellt. Der Epilog Zing 24 aus dem Hause Cameo arbeitet mit einer maximalen Laserleistung von 40 Watt. Ähnlich unserem Stiftplotter basiert das System auf zwei Achsen in einer Ebene. Erzeugt wird der leistungsstarke Infrarotlichtstrahl im Lasermedium Kohlenstoffdioxid. Dieser wird über Spiegel von der Laserquelle auf das Werkstück auf die Arbeitsfläche projeziert und hat eine Wellenlänge von 10,6 µm. Der Arbeitsbereich beträgt 610 x 305 mm, wobei die Höhe des Werkstücks bis zu 20 cm betragen kann. Voraussetzung für das Schneiden mit dem CO2-Laser ist eine Vektordatei, die auch mit kostenlosen Programmen, wie Inkskape erstellt werden können. Neben schlichten Schneidarbeiten können auch Gravuren vorgenommen werden. Gravuren können neben Vektordateien auch mit unvektorisierten Bilddateien durchgeführt werden. Die Laser-Software stellt bereits die Einstellungen für Stempelgravur und 3D-Gravur zur Verfügung. Dreidimensionales Gravieren kann vor allem bei Bildern genutzt werden, um die Tonwerte automatisch verschienenen Laserleistungen zuzuweisen. Ideal für Last-Minute-Geschenke. Neben dem zweidimensionalen Arbeitsbereich bieten wir außerdem eine Abwälzvorrichtung. Damit können beispielsweise Gläser, Rundhölzer oder andere Dinge bearbeiter werden, die auf der flachen Arbeitsfläche einfach wegrollen würden. Die maximale Schnitttiefe ist abhängig vom Material und beträgt maximal rund 15 mm.

CO² - Laser Samples

Praktische Anwendungen:

Im Fablab wird der Laser hauptsächlich für den Modellbau genutzt (z.B. für Modellbahnen, Puppenhäuser). Auch Sperrholzarbeiten, Flaschengravuren und Prototypen aus Acryl wurden bei uns schon gefertigt. Bei einer Schnittgenauigkeit von bis zu 0,0127 mm ist der Laser ein Ideales Werkzeug für Modellbauer und all denen, die vor Allem Wert auf Maßeinhaltung legen. Mit seinen 40W Leistung schafft unser Laser leider keinen Metallschnitt. Sind die Metalle jedoch ausreichend beschichtet (z.B. eloxiert oder lackiert), so kann man diese durchaus für Gravuren nutzen.

Zu den gängigsten Materialien gehören für Schnitt und Gravur:

  • Holz (Sperrholz, Massivholz, Furnier…)
  • Acryl
  • Pappe und Karton
  • Moosgummi
  • Filz
  • Stoffe und Leder
  • Glas (nur für Gravuren)
  • Beschichtete Metalle (nur für Gravuren)

Nach der Teilnahme an einem Maschinenkurs kann der Laser von unseren Mitgliedern verwendet werden.

Maschinenvorstellung: Plotter

Unser selbstgebauter Stiftplotter wurde nach dem Vorbildern von Open Source Projekten wie AxiDraw und 4xiDraw von einem Mitglied des Fablabs gebaut.
Der Plotter verfügt über eine X- und Y- Achse, auf denen er sich mit Hilfe von Schrittmotoren bewegt. Zur Höhenverstellung des eingespannten Stiftes ist außerdem ein Miniatur-Stellmotor (Servo) installiert. Außer Stiften können auch kleinere Werkzeuge eingespannt werden.

Die Elektronik besteht aus einer Kopie des Arduino Mega 2560, einem günstigen RAMPS 1.4 Shield und zwei DRV8825-Schrittmotorentreibern. Das LCD-Display mit integriertem SD-Kartenslot erlaubt die Verwendung des Plotters komplett ohne verbundenen PC.
Als Software nutzt der Plotter eine Repetier Firmware, die GCode verarbeiten kann. Dieser Code ist letztendlich das Zeichenprogramm, das die Maschine nach und nach ausführt und die entsprechenden Koordinaten auf dem Papier (oder einem anderen Untergrundmaterial) abfährt. Der GCode wird durch ein selbst modifiziertes InkScape-Plugin erstellt.

Unser Plotter ist ein gutes Beispiel dafür, dass man auch mit wenig Geld beeindruckende Maschinen bauen kann. Die Kunststoffteile stammen aus unserem eigenen 3D-Drucker!

Praktische Anwendungen:

  • Die Unterschrift fälschen und den nächsten Muttizettel für den Diskobesuch plotten
  • Mandalas zeichnen, die von den kleinen Plagegeistern *hust* ausgemalt werden können ;-D
  • das Vorbereiten von Platinen zum Ätzen im Säurebad mit dem Zweck der Low-Cost-Entwicklung von Prototypenboards
  • Mattieren von reflektierenden Plattenmaterialien, die anschließend mit einem CO²-Laser bearbeitet werden sollen
  • “Anreißen” von planen Bauteilen, z.B. Markieren von Löchern, Schnittkanten, etc.
  • individuelles Marketing im Kleinformat: Plotten von Visitenkarten, Grußkarten und anderen Medien für ganz besondere Kunden oder Anlässe

Der Plotter bewegt sich auf einer Fläche in der Größe eines A4-Blattes.

Das bestehende CAD-Modell ist größtenteils parametrisch aufgebaut und könnte in vielerlei Hinsicht modifiziert werden, z.B. dickere Welle, längere Welle, …

Ein paar Spielereien bzw. Updates sind noch geplant:

  • Ein Magnettisch und/oder Vakuumtisch zum Fixieren der zu bezeichnenden Medien
  • eine Vorrichtung zum Plotten auf Endlospapierrollen
  • ein automatischer Abschneider, um eine Bogentrennung zu erreichen (günstige Massenproduktion)

Der Plotter könnte in geeigneter Weise auch als Lasergravierer fungieren. Dazu nötig ist lediglich das Anbringen einer Laserdiode an den Werkzeughalter, sowie das leichte Verändern der Firmware. Natürlich Schutzbrille nicht vergessen! 😉

 

 

Alt aber gut: Fräse – Teile gesucht!

Einer unserer Mitmacher hat eine etwas ältere Fräse im FabLab geparkt. Wem sagt “UniversalWerkzeugfräßmaschine
TYP DUPLEX-58” etwas? Gebaut wurde das gute Stück im VEB Mechanik, Uhren- und Maschinenfabrik Ruhla. Wir sind dabei die Gute wieder flott zu machen und brauchen hier noch etwas Hilfe und Teile.

Schild mit technischen Daten der Maschine
Universal Werkzeugfrässchine TYP DUPLEX-58

Wir haben schon ein paar Spannzangen, was wir noch brauchen ist einen Zangenschlüssel mit 22mm Durchmesser Innengewinde. Außerdem müssen wir auch noch Fräsköpfe beschaffen, und einen  Schraubstock für den Frästisch. Für den vertikalen Frässpindel müssen bald auch die Zahnräder und Lager getauscht werden.

Thiel 158 Duplex Werkzeug

Da die Maschine viel mehr machen kann, je mehr Zubehör wir dafür bekommen – sind wir für alle nützlichen Teile/Geschenke/Technikspenden dankbar.